Das Dermatoskop ist keine Lupe!

Die Dermatoskopie (Syn.: Auflichtmikroskopie, Epilumineszenzmikroskopie) ist ein nichtinvasives und einfaches Untersuchungsverfahren der Dermatologie, das ins besondere zur Früherkennung von bösartigen Tumoren der Haut (Melanomen) eingesetzt wird. Hierbei wird die Haut mit einem Mikroskop unter Zuhilfenahme von Öl bis in tiefere Schichten betrachtet [1].
Ausdrücklich ist im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM), der von den kassenärztlichen Vereinigungen mit den Krankenkassen ausgehandelt wurde, klargestellt, daß die Auflichtmikroskopie kein Bestandteil des gesetzlichen Hautkrebsscreening ist.
Dabei ist das Erlernen dieser Untersuchungstechnik für jeden Hautarzt von fundamentaler Bedeutung im Rahmen der Früherkennung, da das bloße Verwenden des Dermatoskopes durch Laien die Erkennung von Melanomen nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert [2]
Bild rechts: Das dermatoskopische Bild des malignen Melanoms der vorigen Seite
Übrigens: Die Krankenkassen sehen sehr wohl den Wert der Dermatoskopie und der Früherkennung, denn warum sollten Sie sonst z.B. im Rahmen von Zusatzversicherungen (z.B. BKK exklusiv [3]) neben der Dermatoskopie die jährliche Untersuchung ab dem 18. Lebensjahr erstatten?

Bild links: Das dermatoskopische Bild des infiltrativen Basalzellkarzinoms der vorigen Seite.
[1] Wikipedia zum Begriff "
Dermatoskopie"
[2] Binder, M., et al., Epiluminescence microscopy. A useful tool for the diagnosis of pigmented skin lesions for formally trained dermatologists. Arch Dermatol, 1995. 131(3): p. 286-91.
[3] Schön zu lesen: Wir leisten mehr - Qualitative Hautkrebsvorsorge im Rahmen des
BKK exklusiv Tarifes
[4]ein empfehlenswertes
Fachbuch zum Thema
vorige Seite
« Hautkrebsvorsorge