Testosteron für jeden Mann ?
Das männliche Geschlechtshormon Testosteron wird sowohl im Blut des Mannes als auch der Frau (hier in geringeren Mengen) gefunden.
Im Rahmen des Heranwachsens im Mutterleib sowie in der Pubertät ist es beim Mann neben der Vorbereitung der Ausbildung der primären Geschlechtsorgane (Hoden, Penis) im Rahmen der Pubertät für das Aufschiessen der männlichen Geschlechtsmerkale (Bart- und Brusthaare, Hoden- und Peniswachstum) verantwortlich. Der Testosteronmangel stellt
Für die Ersatztherapie bei Hypogonadismus (einer unzureichenden Testosteronproduktion des Hodens) ergeben sich aus andrologischer Sicht z.B. folgende
klare Indikationen:
- Pubertas tarda (ausbleibendes Eintreten der Pubertät)
- Klinefelter Syndrom mit primärem Hypogonadismus
- Idiopathisch hypogonadotropen Hypogonadismus oder Kallmann Syndrom (Fehlfunktion der Anforderung der Hodenfunktion, jedoch nicht bei Kinderwunsch)
- Patienten mit Verlust oder nicht angelegten Hoden
Hier besteht der Konsens, daß bei Vorliegen eines messbaren Testosterondefizites eine Substitionstherapie in den Normalwertebereich erfolgen sollte.
Die erektile Dysfunktion ist primär keine Indikation für die Therapie mit Testosteron, weil ohne ausreichende Wirkung.
Der alternde Mann
Im Rahmen des Lebens kann sich eine Phase des Testosteronmangels beim älteren Mann dadurch zeigen, daß das Lustgefühl, die Libido, nachlässt, eine allgemeine Abnahme der Vitalität sich zeigt oder z.B. depressive Verstimmungen auftreten können. Da aber all diese Symptome, die ja mit vielen Krankheiten oder Lebenszuständen einhergehen können und relativ unspezifisch sind, wird der Begriff der "Wechseljahre des Mannes" unter Andrologen als unsinnig angesehen.
Ein niedriger Testeronspiegel stellt beim älteren Mann
bei Beschwerdefreiheit also keinen behandlungsbedürftigen Zustand dar.
Bei Männern mit den genannten Symptomen und einen klar gesichertem Testosterondefizit hat sich jedoch der Ersatz des Hormons als durchaus positiv erwiesen
Erektile Dysfunktion und Impotenz